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Mitwitz
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Mitwitz ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Geologie
⢠Geschichte
⢠Mittelalter
⢠Neuzeit
⢠Eingemeindungen
⢠Politik
⢠Marktgemeinderat
⢠Bßrgermeister
⢠Verkehr
⢠Bildung
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geografie
Lage
Mitwitz liegt an der Steinach und der FÜritz, welche in die Steinach mßndet, am Rande des Frankenwaldes an der Verbindungsstrecke zwischen den Städten Kronach und Coburg.cite-ref-bayernatlas-2-0[2]
Geologie
Fruchtbare LĂśĂbĂśden, ausgedehnte Mischwaldgebiete, ein weites, von FlĂźssen und HĂźgeln eingefasstes Tal, Sumpf- und Ăberschwemmungsgebiete sowie die Nähe (Luftlinie zirka 5 km) zur ehemaligen deutsch-deutschen Grenze kennzeichnen die Region um den Markt Mitwitz.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Mitwitz hat 27 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
⢠Angerwustung (EinÜde)
⢠Bätzenwustung (EinÜde)
⢠Bohlswustung (EinÜde)
⢠Burgstall (Dorf)
⢠Dickenwustung (EinÜde)
⢠Froschgrßn (EinÜde)
⢠Haderleinswustung (EinÜde)
⢠Hof an der Steinach (Dorf)
⢠Horb an der Steinach (Dorf)
⢠Hßttenwustung (EinÜde)
⢠Kaltenbrunn (Dorf)
⢠KrÜtendorfswustung (EinÜde)
⢠Leutendorf (Dorf)
⢠Lochleithen (Weiler)
⢠Mitwitz (Hauptort)
⢠Neubau (Weiler)
⢠Neundorf (Dorf)
⢠Reuterwustung (EinÜde)
⢠Rotberg (EinÜde)
⢠Schaumbergswustung (EinÜde)
⢠Schnitzerswustung (Weiler)
⢠Schwärzdorf (Dorf)
⢠Steinach an der Steinach (Dorf)
⢠Veitenwustung (Weiler)
⢠Wolfsberg (EinÜde)
Die EinÜde Bätzenwustung bei Bächlein war ein Gemeindeteil von Kaltenbrunn, der seit den 1970er Jahren zum Gemeindeteil Bächlein zählt.
Geschichte
Mittelalter
Der Ort wurde 1266 als âMinvwwizcâ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt wahrscheinlich der slawische Personenname Min zugrunde, der durch das ZugehĂśrigkeitssuffix âovici abgeleitet ist (vergleichbar mit dem ahd. -ing). Dies fĂźhrt zur Bedeutung bei den Leuten des Min. Die heutige Form wurde 1422 erstmals bezeugt. Ab dem 17. Jahrhundert war es die allein gebräuchliche Form.cite-ref-5[5]
Die Herren von Schaumberg waren die ersten Besitzer von Dorf, Wasserschloss Mitwitz und Herrschaft Mitwitz. Um 1425 verkauften die Herren von Schaumberg den Ort an die Familie von Rosenau. Das Schloss wurde 1525 während des Bauernkrieges stark beschädigt und geplßndert.
Neuzeit
1567 wurde Mitwitz protestantisch, eine kleine Schule neben der Jakobskirche wurde erwähnt. Hieronymus von WĂźrtzburg erwarb 1576 nebst allen ZugehĂśrungen das Wasserschloss. Von 1574 bis etwa 1600 wurde die Jakobskirche vergrĂśĂert und bekam ihr heutiges Erscheinungsbild. In den Jahren 1596 bis ca. 1600 lieĂ Hans Veit I. von WĂźrtzburg das Wasserschloss vollständig restaurieren. Auf dem Zimmeranger fand die letzte urkundlich belegte Hinrichtung des Gerichtes Mitwitz statt. Andreas DĂśtschel begann 1624 ein Tagebuch, sein Stiefbruder Georg schrieb es weiter. VerĂśffentlicht wurde es unter dem Titel Tagebuch der GebrĂźder DĂśtschel. Im Gemeindeteil Neundorf starben 1626 36 Personen an der Pest. Während des DreiĂigjährigen Krieges war die BevĂślkerung in die Glaubenskämpfe einbezogen, Kronach kämpfte auf katholischer und Mitwitz auf protestantischer Seite. Insbesondere in den Jahren 1631 bis 1634 starben viele Menschen. Das obere Schloss wurde 1713 wieder aufgebaut.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mitwitz 85 Anwesen (14 SĂślden, vier BotensĂślden, drei Schenkhäuser, zwei Beckenhäuser, eine halbe SĂślde, 56 Tropfhäuser, zwei Häuser, eine Badstube sowie zwei Mahl- und SchneidmĂźhlen). Das Hochgericht Ăźbte das Halsgericht Mitwitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte die Herrschaft Mitwitz inne. Neben diesen Anwesen gab es noch herrschaftliche Gebäude (Unteres und Oberes Schloss, âPinzenhofâ mit Schäferhaus, Jägerhaus und Fronveste), kirchliche Gebäude (Pfarrkirche, Pfarrhof, Schulhaus und Synagoge) und kommunale Gebäude (Hirten- und ein Nachtwächterhaus).cite-ref-6[6]
Gegen den Widerstand des Herren von Mitwitz, Karl Philipp Veit von Wßrtzburg, fiel der Ort 1803 an das Kurfßrstentum Bayern. Das Freiherrlich von Wßrtzburgische Herrschaftsgericht Mitwitz bestand von 1813 bis 1848, dann bestand kurzzeitig eine KÜniglich Bayerische Gerichts- und PolizeibehÜrde bis 1849. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Mitwitz gebildet, zu dem Bächlein, Bätzenwustung, Burgstall, Froschgrßn, Kaltenbrunn, KrÜtendorfswustung, Neubau, Rotschreuth, Schaumbergswustung und Wolfsberg gehÜrten. 1818 entstand die Ruralgemeinde Mitwitz, zu der Burgstall, Rotschreuth und Wolfsberg gehÜrten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Mitwitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach (1919 in Finanzamt Kronach umbenannt). 1849 wurde das Herrschaftsgericht aufgelÜst und Mitwitz dem Landgericht Kronach ßberwiesen. 1856 wurde Burgstall mit Rotschreuth und Wolfsberg von der Landgemeinde Mitwitz abgetrennt. Ab 1862 gehÜrte Mitwitz zum Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach (1879 in Amtsgericht Kronach umbenannt).cite-ref-d591-7-0[7] Die Gemeinde hatte 1961 eine Fläche von 4,397 km².cite-ref-ov-1961-8-0[8]
Die Freiwillige Feuerwehr Mitwitz wurde 1868 gegrĂźndet. 1876 wurde die neue Schule an der Jakobskirche eingeweiht und 1876 der Standesamtsbezirk Mitwitz gegrĂźndet. Prinz Ludwig von Bayern, der spätere KĂśnig Ludwig III., besuchte 1892 den Ort. Um 1900 gab es 150 Häuser und 956 Einwohner. BĂźrgermeister war Georg Motschmann. Ab 1905 wurde der Ort an das Ăśffentliche Stromnetz angeschlossen, der Strom wurde aus Steinach geliefert. Während des Ersten Weltkrieges fielen etwa 70 BĂźrger des Ortes, unter ihnen auch Baron Edmund von WĂźrtzburg, der letzte männliche Nachkomme des Geschlechts. Die Steinachtalbahn wurde 1920 erĂśffnet und 1926 der Ort an das Wasserleitungsnetz angeschlossen, wodurch die bisherige Wasserversorgung durch Ortsbrunnen weitgehend ĂźberflĂźssig wurde. Im Zweiten Weltkrieg starben Ăźber 100 Einwohner. Die Amerikaner besetzten den Ort am 13. April 1945. Zum Ende des Krieges wurden Kunstschätze und BĂźcher der Frankfurter Bibliotheken ins Schloss ausgelagert. Mit der Teilung Deutschlands wurde die Gegend Zonenrandgebiet an der Grenze zur DDR. Eine neue Schule wurde 1950 gebaut, etwa 1738 Einwohner lebten in 233 Gebäuden. Mitwitz wurde 1955 mit einem Marktgemeindewappen ausgestattet, 1966 feierte man das 700-jährige Ortsjubiläum. Burgstall wurde 1972 eingemeindet. 1974 wurde der Markt Mitwitz mit den Gemeinden Hofsteinach, Kaltenbrunn und Neundorf mit Schwärzdorf zu der neuen GroĂgemeinde Mitwitz zusammengelegt. Leutendorf und Horb wurden später eingegliedert. 1975 wurde die neuerbaute Verbandsschule eingeweiht. Auf Initiative des Landrats Heinz KĂśhler wurde von 1977 bis 1988 das Wasserschloss renoviert. Seit der Wiedervereinigung 1989 werden die alten Verbindungswege in den Landkreis Sonneberg nach ThĂźringen wieder benutzt. 1995 lebten in der Gemeinde 3317 Einwohner in 832 Häusern. Der Hochbehälter fĂźr die Trinkwasserversorgung wurde 2001 in Betrieb genommen, 2002 die Kläranlage des Abwasserverbandes Steinachtal eingeweiht.
Eingemeindungen
Die folgende Tabelle fßhrt die ehemals selbständigen Gemeinden mit dem Datum der Eingemeindung in den Markt Mitwitz auf:
| Ehemalige Gemeinde | Einwohner (1970) | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Burgstall | 167 | 01.01.1972 [ 9 ] | teilweise Eingliederung, der Weiler Rotschreuth mit 34 der 167 Einwohner wechselte nach GehĂźlz |
| Hofsteinach | 556 | 01.01.1974 [ 10 ] | |
| Horb an der Steinach | 106 | 01.01.1977 [ 10 ] | |
| Kaltenbrunn | 190 | 01.01.1974 [ 10 ] | |
| Leutendorf | 149 | 01.01.1976 [ 10 ] | |
| Neundorf | 334 | 01.01.1974 [ 10 ] | |
Einwohnerentwicklung
Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 3036 auf 2815 um 221 bzw. um 7,3 %. In den 1990er Jahren hatte Mitwitz Ăźber 3200 Einwohner.
Gemeinde Mitwitz
| Jahr | 1987 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 3041 | 2953 | 2939 | 2895 | 2882 | 2913 | 2900 | 2875 | 2898 | 2833 | 2817 |
| Häuser [ 11 ] | 807 | | | | | | | 858 | 859 | 860 | 863 |
| Quelle | [ 12 ] | | | | [ 13 ] | [ 13 ] | [ 13 ] | [ 13 ] | [ 13 ] | [ 13 ] | [ 13 ] |
Ort Mitwitz (= Gemeinde Mitwitz bis zur Gebietsreform)
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 635 * | 748 * | 745 * | 752 * | 662 | 733 | 794 | 837 | 863 | 901 | 901 | 917 | 958 | 1003 | 1054 | 997 | 1101 | 1167 | 1269 | 1703 | 1738 | 1695 | 1654 | 1667 | 1482 |
| Häuser [ 11 ] | 119 * | | | | | | 116 | | | 125 | 132 | | 145 | | | | 189 | | | | 233 | | 301 | | 401 |
| Quelle | [ 7 ] | [ 14 ] | [ 14 ] | [ 14 ] | [ 15 ] | [ 16 ] | [ 17 ] | [ 18 ] | [ 19 ] | [ 20 ] | [ 21 ] | [ 14 ] | [ 22 ] | [ 14 ] | [ 23 ] | [ 14 ] | [ 24 ] | [ 14 ] | [ 14 ] | [ 14 ] | [ 25 ] | [ 14 ] | [ 8 ] | [ 26 ] | [ 12 ] |
inklusive
Burgstall
,
Rotschreuth
und
Wolfsberg
Politik
Gemeinderatswahl 2020
Wahlbeteiligung: 71,97 % (2014: 56,3 %)
%
50
40
30
20
10
0
18,60 %
41,84 %
23,11 %
16,45 %
SPD
CSU
FWG
GrĂźne
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
%p
10
8
6
4
2
0
â2
â4
â6
â8
â10
â12
â11,00
%p
+8,24
%p
â1,49
%p
+4,25
%p
SPD
CSU
FWG
GrĂźne
Die Kommunalwahlen seit 2002 fĂźhrten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:
Marktgemeinderat
| Partei / Liste | 2002 | 2008 | 2014 [ 27 ] | 2020 [ 28 ] |
|---|---|---|---|---|
| CSU | 5 | 5 | 5 | 6 |
| SPD | 6 | 6 | 4 | 3 |
| Freie Wählergemeinschaft | 4 | 4 | 3 | 3 |
| GrĂźne | 1 | 1 | 2 | 2 |
| Gesamt | 16 | 16 | 14 | 14 |
BĂźrgermeister
Hauptamtlicher erster Bßrgermeister des Marktes Mitwitz ist seit dem 5. Mai 2020 Oliver Plewa (CSU). Sein Vorgänger war Hans-Peter Laschka (CSU) von 1990 bis 2020.
Gemeindepartnerschaften
Wappen und Flagge
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Bauwerke und Denkmäler
â
Hauptartikel
:
Liste der Baudenkmäler in Mitwitz
und
Liste der Bodendenkmäler in Mitwitz
⢠Rathaus
⢠Wasserschloss Mitwitz mit angrenzendem Schlosspark, Teehaus und Schlossteich
⢠Oberes Schloss
⢠Steinerner LÜwe
⢠Jakobskirche
⢠Gebrßder-DÜtschel-Brunnen
GrĂźnes Band (Biotopverbund)
Der Ort liegt am âGrĂźnen Bandâ, dem Biotopverbund entlang der ehemaligen Grenze zur DDR. Der Initiator dieses inzwischen europaweiten Biotopverbundes (GrĂźnes Band Europa), Kai Frobel, stammt aus dem Nachbarort Hassenberg. Gemeinsam mit der Ortsgruppe Kronach des Bundes Naturschutz in Bayern machte er ab Mitte der 1970er Jahre im Raum Mitwitz die ersten Erkundungen zum Artenreichtum des Grenzstreifens.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die B 303 fĂźhrt an Gestungshausen vorbei nach Sonnefeld (6,3 km sĂźdwestlich) bzw. Ăźber GehĂźlz nach Kronach zur B 85 (7,5 km Ăśstlich). Die StaatsstraĂe 2208 fĂźhrt nach WĂśrlsdorf (2,6 km nordwestlich) bzw. nach Leutendorf (3,3 km sĂźdlich). Die StaatsstraĂe 2708 fĂźhrt Ăźber Haig zur BundesstraĂe 89 bei HaĂlach bei Kronach (7 km nordĂśstlich). Die KreisstraĂe KC 14 (1,1 km nordĂśstlich). Eine GemeindeverbindungsstraĂe fĂźhrt nach Steinach an der Steinach zur KreisstraĂe KC 15 (0,7 km sĂźdwestlich).cite-ref-bayernatlas-2-1[2]
Der nächste Bahnhof befindet sich in Kronach.
Ăffentliche Einrichtungen
⢠Jugendzentrum âDon Camilloâ
Bildung
⢠Volksschule Mitwitz,
⢠Imkerschule Oberfranken,
⢠Ăkologische Bildungsstätte Oberfranken
⢠Montessori-Schule Mitwitz
SĂśhne und TĂśchter der Gemeinde
⢠Peter von Schaumberg (1388â1469), Bischof in Augsburg von 1424 bis 1469, Kardinal ab 1450
⢠Georg I. von Schaumberg (1390â1475), FĂźrstbischof des Hochstiftes Bamberg von 1459 bis 1475
⢠Hans [Johann] Veit I. von WĂźrtzburg (* 1561; â 4. Januar 1610 in Kronach), am 11. Juni 1590 bekam er durch Erbteilung die GĂźter des Unteren Schlosses in Mitwitz; 1594 kaufte er das Obere Schloss von Adam von Rosenau; ab 1596 Amtmann zu FĂźrth am Berg und Hauptmann zu Kronach; fĂźhrte im Wesentlichen prägende BaumaĂnahmen am Unteren und Oberen Schloss und an der Kirche durch, Ihr heutiges Ansehen geht auf ihn zurĂźck; Beerdigung in Mitwitz; siehe auch Veit II. von WĂźrtzburg
⢠Johann Veit von WĂźrtzburg (* 19.cite-ref-31[31] oder 29. Oktober 1674 in Mitwitz; â 9. Mai 1756cite-ref-32[32]); Sohn des Freiherren Hans Veit IV. (1638â1703)cite-ref-33[33] in Mitwitz; Domdechant; ab 1729 Statthalter des Bischofs Friedrich Karl von SchĂśnborn (Adelsgeschlecht), der zwei Bischofssitze in seiner Hand vereinigte und noch zusätzlich Reichsvizekanzler in WĂźrzburg war; seit 1727 Besitzer des Gutes Haig bei Mitwitz; baute das Schloss nach Plänen des Baumeisters Michael KĂźchel um; wurde im Dom von WĂźrzburg beerdigt
⢠Johann Karl von WĂźrtzburg (* um 1715; â 27. Oktober 1769), getauft am 23. Julicite-ref-34[34] oder August 1715 in Mitwitz als Sohn Hans Veit IV.; ab 1737 im Bayreuther Infanterie-Regiment; ab 1759 Festungskommandant in WĂźrzburg; provisorischer Kommandant der Festung Mantua der Ăśsterreichischen Armee; am 1. Mai 1764 Ernennung zum Feldmarschall-Leutnant; ab September 1767 Ernennung zum Generalissimus der Venezianischen Armee; in Padua beerdigt
⢠Johann Heinrich Martin Ernesti (1755â1836), Gymnasialprofessor und Sachbuchautor
⢠Ludwig von WĂźrtzburg (* 24. September 1845 in Mergentheim; â ?); ab 1875 verlieĂ er das Militär, siedelte mit seiner Familie ganz nach Mitwitz um und kĂźmmerte sich um seine beiden SchlĂśsser; am 27. Januar 1888 wird er zum Reichsrat als Nachfolger seines Onkels Philipp von WĂźrtzburg ernannt; am 8. November 1897 ernannte ihn die Gemeinde Mitwitz zum EhrenbĂźrger; 1908 wurde ihm der Titel âExzellenzâ verliehen; war Vorsitzender des Bayerischen Landesverbandes des Deutschen Flottenverbandes
⢠Fritz Bamberger (1862â1942), Unternehmer und Mäzen
⢠Gus Bamberger (1864â1943), deutsch-amerikanischer Unternehmer, FirmengrĂźnder und Mäzen
⢠Anton Bamberger (1886â1950), deutsch-amerikanischer Unternehmer und FirmengrĂźnder
⢠Otto Bamberger (1885â1933), Unternehmer, Kunstsammler und -mäzen
⢠Karl Heinrich Bauer (1890â1978), Chirurg und Krebsforscher, Rassenhygieniker, Hochschullehrer und Rektor in Heidelberg
⢠Hermann Friedrich Rein (1898â1953), Physiologe, Hochschullehrer in Freiburg, GĂśttingen und Heidelberg
⢠Erich Rein (1899â1960), Maler und Bildhauer, Mitglied der Gutacher Malerkolonie
⢠Heinz KÜhler (* 1942), Landrat des Landkreises Kronach, Mitglied des Europäischen Parlaments, des Bayerischen Landtages und des Deutschen Bundestages; Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes; Ehrenbßrger des Marktes Mitwitz
Literatur
⢠Tilmann Breuer: Landkreis Kronach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 19). Deutscher Kunstverlag, MĂźnchen 1964, DNB 450619354, S. 193â205.
⢠Friedrich Bßrger: 750 Seiten Mitwitz : ein Sammelband. Mitwitz 2012.
⢠Johann Kaspar Bundschuh: Mittwitz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: IâNe. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 632 (Digitalisat).
⢠Helmut Demattio: Kronach â Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 32). Kommission fĂźr bayerische Landesgeschichte, MĂźnchen 1998, ISBN 3-7696-9698-0.
⢠Otto Knopf: ThĂźringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 404â408.
⢠Rudolf Pfadenhauer und Heinz KÜhler: 750 Jahre Mitwitz, Dokumentation zur Geschichte von Mitwitz und Neundorf. Markt Mitwitz 2016.
⢠Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, Mßnchen 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 149.
⢠Pleikard Joseph Stumpf: Mitwitz. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des KÜnigreiches. Zweiter Theil. Mßnchen 1853, OCLC 643829991, S. 604 (Digitalisat).
Weblinks
Commons
: Mitwitz
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Mitwitz
â ReisefĂźhrer
⢠Markt Mitwitz
⢠Mitwitz: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes fßr Statistik (PDF; 1,66 MB)
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen â Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern â Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt fĂźr Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-bayernatlas-22. â Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2023 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie.).
cite-note-33. â Gemeinde Mitwitz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 24. Oktober 2020.
cite-note-44. â Gemeinde Mitwitz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂźr Digitales, abgerufen am 30. November 2021.
cite-note-55. â W.-A. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen, S. 149.
cite-note-66. â H. Demattio: Kronach â Der Altlandkreis, S. 491. Hier werden unter Einberechnung von herrschaftlichen, kirchlichen und kommunaler Gebäude 94 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
cite-note-d591-77. â H. Demattio: Kronach â Der Altlandkreis, S. 591 f.
cite-note-ov-1961-88. â Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis fĂźr Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. MĂźnchen 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 691 (Digitalisat).
cite-note-volkert-92. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ămter, Gemeinden und Gerichte 1799â1980. C. H. Beck, MĂźnchen 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 500.
cite-note-gemeindeverzeichnis1970bis1982-103. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fßr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlßsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 689 f. (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
cite-note-h-user-114. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 2017 wurden diese als Wohngebäude bezeichnet.
cite-note-ov-1987-125. Bayerisches Landesamt fßr Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis fßr Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 311 (Digitalisat).
cite-note-lstdv-136. LfStat: Mitwitz: Amtliche Statistik. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 24. Oktober 2020.
cite-note-hgv1-147. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). Mßnchen 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 148, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
cite-note-158. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des KĂśnigreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des KĂśnigreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cottaâschen Buchhandlung, MĂźnchen 1867, OCLC 457951812, Sp. 889, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
cite-note-169. Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichnià der Gemeinden des KÜnigreichs Bayern nach dem Stande der BevÜlkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des KÜnigreichs Bayern. Ackermann, Mßnchen 1869, S. 138 (Digitalisat).
cite-note-1710. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des KÜnigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifßgung der Pfarrei-, Schul- und PostzugehÜrigkeit ⌠mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die BevÜlkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, Mßnchen 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1061, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
cite-note-1811. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss fßr das KÜnigreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen 1879, OCLC 992516308, S. 53 (Digitalisat).
cite-note-1912. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss fßr das KÜnigreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen 1882, OCLC 460588127, S. 154 (Digitalisat).
cite-note-2013. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des KÜnigreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, ⌠sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifßgung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes fßr jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des KÜnigreichs Bayern. Mßnchen 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1006 (Digitalisat).
cite-note-2114. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss fßr das KÜnigreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen 1892, OCLC 162230561, S. 154 (Digitalisat).
cite-note-2215. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des KÜnigreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des KÜnigreichs Bayern. Mßnchen 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1056 (Digitalisat).
cite-note-2316. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis fßr das KÜnigreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen 1911, OCLC 162230664, S. 154 (Digitalisat).
cite-note-2417. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis fßr den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1090 (Digitalisat).
cite-note-2518. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis fĂźr Bayern â Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. MĂźnchen 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 939 (Digitalisat).
cite-note-2619. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis fßr Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mßnchen 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 159 (Digitalisat).
cite-note-2720. Bayerisches Landesamt fßr Statistik (Memento des Originals vom 28. März 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.bayern.de
cite-note-2821. Wahl des Marktgemeinderats - Kommunalwahlen 2020 im Markt Mitwitz - Gesamtergebnis. Abgerufen am 10. Dezember 2020.
cite-note-wappen-2922. Wappen von Mitwitz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
cite-note-3030. â Mitwitz. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 24. Oktober 2020.
cite-note-3131. â Wilhelm Hotzelt: Familiengeschichte der Freiherren von WĂźrtzburg. Herder, Freiburg im Breisgau 1931, S. 520.
cite-note-3232. â Wilhelm Hotzelt (1931), S. 537.
cite-note-3333. â Philipp Clarin: Die Freiherren von WĂźrtzburg. 2011 (Personenangaben).
cite-note-3434. â Wilhelm Hotzelt (1931), S. 589.